Buchdruck gestern und heute

Als der Buchdruck erfunden wurde, galt er als Revolution in der Welt der Informationsverbreitung. Auch wenn damals im 15. Jahrhundert der Großteil der Bevölkerung noch nicht lesen und schreiben konnte, entstanden von 1450 (Gutenbergs Erfindung besteht den Praxistest) bis 1500 bereits über 250 Druckereien in Europa. Die damals erfundene Technik wurde zwar nach und nach verbessert, aber die Grundzüge, nämlich das Setzen von beweglichen, spiegelverkehrten Lettern auf einer Platte, wurde bis in die 60iger Jahre des vorigen Jahrhunderts beibehalten. Mühsam und zeitaufwändig war die Arbeit, bei den Großdruckereien war ein ganzes Heer an Schriftsetzern beschäftigt.

Dann kam der Offsetdruck
Vom geschriebenen Text wurde fortan eine fotographische Aufnahme gemacht, die auf eine Metallfolie aufgebeizt wurde, welche dann wiederum mittels einer Rotationsdruckmaschine Bilder und Text auf das Papier übertrug. Diese Technik ist für Großauflagen zwar heute noch gängig, die kleinere Buchdruckerei allerdings arbeitet mittlerweile mit dem Verfahren des Digitaldrucks, wobei die zu druckende Vorlage direkt vom Computer an die Druckmaschine übergeben wird.

Buchdruck – heute für jeden erschwinglich
Die moderne Technik des Digitaldrucks erlaubt es, die Herstellungskosten eines Buches im Vergleich zu früher gering zu halten und auch den Zeitaufwand für die Arbeitsvorbereitung zu minimieren. Vielen Autoren, die nicht mit hohen Abnahmemengen rechnen können und die von den großen Verlagen erst gar nicht angenommen werden, entschließen sich deshalb heute, ihr Werk bei Spezialanbietern, sprich kleineren Buchdruckereien drucken zu lassen. Dabei steht es dem Autor oftmals sogar frei, seine Texte selbst zu lektorieren und das Buchcover am eigenen PC zu gestalten. Das fertige Layout kann er dann per E-Mail an die Buchdruckerei senden.